Tätigkeit

Steueranwalt

Als Anwalt vertrete ich Sie oder Ihre Klientinnen und Klienten in Steuerverfahren bei den Behörden und gegebenenfalls vor Gericht, damit Ihre Anliegen Gehör finden:

  • Sind Sie unsicher, weil Sie sich in einer Lage befinden, die Sie nicht überblicken, oder weil bereits ein Steuerverfahren läuft, berate ich Sie dabei, wie am besten vorzugehen ist, und leite die notwendigen Schritte ein.

  • Sind Sie mit einer Steuerverfügung nicht einverstanden, prüfe ich Ihre Erfolgschancen und fungiere gegebenenfalls als Ihr Rechtsvertreter.

  • Gilt es, verpasste Steuerdeklarationen nachzuholen, begleite und vertrete ich Sie mit dem Ziel, Ihre steuerliche Situation in Ordnung zu bringen, straflose Selbstanzeige einzureichen und bei Erbfällen die vereinfachte Nachbesteuerung zu erwirken.

  • Wird Ihnen im Steuerverfahren eine Pflichtverletzung vorgeworfen, bespreche ich mit Ihnen die Vorwürfe, wahre Ihre Rechte und vertrete Sie in Nachsteuer- und Bussenverfahren.

Als nebenamtlicher Bundesrichter ist es mir verwehrt, vor Bundesgericht Klientinnen und Klienten zu vertreten. Ich vermittle nötigenfalls einen geeigneten Vertreter.

Beispiele

Eine sozialpädagogische Familie, angestellt bei einem Jugendheim, macht für die vier bei ihr lebenden Kinder Berufsauslagen geltend; das Kantonale Steueramt gewährt nur die pauschalen Ansätze für Pflegekinder und beruft sich im Einspracheverfahren auf eine entsprechende Praxis. Vor Steuerrekursgericht lege ich detailliert die Unterschiede zu Pflegekindern dar, worauf dieses mit Urteil vom 6. April 2018 der sozialpädagogischen Familie deutlich höhere Berufskosten zuspricht.
Einem Ehepaar wird der ursprünglich gewährte Aufschub der Grundstückgewinnsteuer widerrufen, weil es die Ersatzliegenschaft nach vier Jahren gegen Einräumung einer Nutzniessung auf die Tochter überschrieb. Das Gemeindesteueramt und die kantonalen Gerichte berufen sich dafür auf eine Zürcher Praxis. Erst das Bundesgericht erkennt wie von mir geltend gemacht darin einen Verstoss gegen das Steuerharmonisierungsgesetz und hebt die Grundstückgewinnsteuer mit Urteil vom 9. Februar 2015 auf.
Im Jahr 2015 übernehme ich die Vertretung einer Gesellschaft für die Steuerjahre 2009 und 2010. Mit einer Einsprache gelingt es, Kosten für Sponsoring und für ein privates Arbeitszimmer geltend zu machen. Dabei erfahre ich, dass die Gesellschaft zu einer Strafzahlung von Fr. 1‘160‘000.-- verurteilt wurde, deren Ursache in der Vergangenheit liegt. Nachträglich beantrage ich daher eine Rückstellung für das Steuerjahr 2010, weil diese handelsrechtlich zwingend und daher steuerlich zu berücksichtigen ist. Nachdem das Kantonale Steuramt und die kantonalen Gerichte den Rückstellungsbedarf verneinen, empfehle ich der Klientin den Weiterzug durch einen Treuhänder an das Bundesgericht. Es folgt unserer Argumentation und heisst die Beschwerde mit Urteil vom 15. November 2018 gut.
Steueranwalt Rolf Benz in Winterthur